Text auf der Hinterseite des Kreuzes:
"Gekreuzigt" ist immer. Das Kreuz bezeichnet jenen Punkt, an dem du soeben stehst. Du kannst ihn weder wählen, noch verlassen: Du bist angenagelt. Jede Situation ist Kreuz(ig)ung.
Der "Gekreuzigte" ist der bedingungslos an seine (bejahte) Wirklichkeit gebundene Mensch in seinem Augenblick. Ohne Ausweg. Die Aufgabe: Mit Selbstverständnis in der Mitte dieses Kreuzes leben zu können und zu wollen.
Der oberste Stein stammt aus der Ruine von Montségur, am Rande der Pyrenäen, der letzten Zuflucht der Katharer. Nach langer Belagerung lieferten sich dort am 16. April 1244 die letzten 205 Katharer ihren christlichen Verfolgern aus, in dem sie geschlossen die Festung verliessen und direkt den Scheiterhaufen bestiegen.
Das interkulturelle Symbol im Schnittpunkt des Kreuzes kommentiere ich nicht.
Die Tonscherbe (etwa aus der Zeit Christi) stammt (legal) aus der Essenersiedlung vom Qumran. Von den Essenern stammen auch die "Schriftrollen vom Toten Meer".
Der Stein unten lag im Edom, einer Senke am Südufer des Toten Meeres: Also da, wo die Städte Sodom und Gomorrha lagen.
©bw1993